Eine Initiative der

Musik verbindet Menschen und Kulturen

Klangvolle Begegnung bei Klassik an der Donau: 70 Musiker der international besetzten Philharmonia Frankfurt und Dirigent Juri Gilbo bereiten 1.500 Zuschauern einen Sommerabend voll Harmonie.
 
 
Von Karola Decker
 
Musik kennt keine Grenzen – diese Weisheit verkörpert die Philharmonia Frankfurt auf einzigartige Weise: 70 Musiker aus zehn Ländern sorgten bei Klassik an der Donau am Samstagabend in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle für ein beeindruckendes Klangerlebnis. Dirigiert wurde das Orchester von Juri Gilbo, der mit seinen deutsch-russisch-ukrainischen Wurzeln zu einem musikalischen Brückenbauer zwischen Ost und West geworden ist.
 
Über drei Stunden nahmen sich die Orchestermitglieder aus Deutschland, Ungarn, Litauen, Italien, Brasilien, Portugal, Russland, der Ukraine, Polen und Frankreich Zeit, um die rund 1.500 Zuhörer mit Werken von Edvard Grieg, Peter Tschaikowsky und mitreißender Filmmusik zu erfreuen. Beim Gespräch hinter den Kulissen betonten sie immer wieder, wie gerne sie nach Straubing zu Klassik an der Donau kommen. Sie schätzen das aufgeschlossene Publikum und die besondere Atmosphäre des Festivals.
 
Dieses Kompliment können die Klassikliebhaber aus der Region nur zurückgeben: Die Philharmonia Frankfurt war bereits zum dritten Mal zu Gast in Straubing und jedesmal ein Garant für ein unvergessliches Konzerterlebnis.
 
Bei der Probe am Nachmittag wirkten die Musiker entspannt und gelöst. In Sommerklamotten übten sie für den abendlichen Auftritt. Mit dabei auch der gefeierte Pianist Evgeny Konnov, der den Solopart in Griegs Klavierkonzert übernahm. Er hat ein besonderes Ritual: Vor einem Auftritt braucht er den Kick eines Energy-Drinks. Also besorgten die Mitarbeiter der Marketingabteilung der Mediengruppe Attenkofer, die das Konzert gewohnt professionell organisiert hatten, noch schnell eine Dose Red Bull und stellten sie ihm auf die Bühne. Konnov bedankte sich herzlich lachend dafür.
 
Helfende Hände hinter der Bühne
 
Kurz vor Konzertbeginn am Abend mussten die Helfer hinter der Bühne noch einmal rasch handeln: Beim Konzertmeister hatte sich der oberste Hemdknopf gelöst. Ein verzweifelter Blick und Minuten später waren Nadel und Faden zur Stelle. Als die Philharmonia die Bühne betrat, war von Hektik nichts mehr zu spüren. Dabei hat das Orchester anstrengende Tage hinter sich. Kurz zuvor war es in Spanien, um in Guadix in der Provinz Granada aufzutreten. Anschließend sind die Musiker zurück nach Deutschland geflogen, um zunächst in Oberhausen zu gastieren. Am Samstagvormittag führte sie ihr Weg schließlich per Bus von Frankfurt nach Straubing.
 
Auf Einladung von Juri Gilbo hatte sich zudem ein ganz besonderer Gast unter die Reisegruppe gemischt: der 81-jährige René Giessen, ein renommierter Mundharmonikaspieler, der schon mit vielen Orchestern und Filmschaffenden zusammengearbeitet hat. Er kam beim zweiten Teil des Konzertabends, der ausschließlich aus bekannter Filmmusik bestand, zum Einsatz.
 
Zu Beginn des Abends hatte Professor Dr. Martin Balle, Verleger der Mediengruppe Attenkofer, als Veranstalter die Gäste begrüßt und sich erfreut über die große Resonanz und vor allem die vielen Klassik-Stammgäste gezeigt. Sein Dank galt allen Sponsoren sowie der Marketingabteilung seines Verlags, ohne die dieser Abend nicht möglich gewesen wäre. Die laue Nacht klang traditionell mit einem kostenlosen Umtrunk bei Brot, Wein und guten Gesprächen aus.
 
Die Musiker reisten zu später Stunde nach München, wo sie in Hotels untergebracht waren. Denn gleich am Sonntagmorgen ging es für das Ensemble weiter nach Innsbruck: Dort war es abends bei einem Open-Air-Konzert in der Hofburg zu Gast.
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