Betörend und voller Temperament

Klassik an der Donau am 24. Juni, 19.30 Uhr, in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle

 

Bizet, Rachmaninow und Dvorak: Das sind die Komponisten, die 2017 im Mittelpunkt bei Klassik an der Donau stehen. Viele tausend begeisterte Besucher erlebten in der Vergangenheit bei dem etblierten Festival entspannte Stunden voll wunderbarer Musik. Auf Einladung der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung gastiert nach dem großen Erfolg im letzten Jahr erneut das Ambassade Orchester: Das große Ensemble der Wiener Symphoniker unter Leitung von Dirigent Christian Schulz verspricht am 24. Juni um 19.30 Uhr in der Straubinger Fraunhofer-Halle wieder höchsten Kulturgenuss.

 

Den Auftakt zu diesem besonderen Abend bildet die Ouvertüre zu Georges Bizets Oper „Carmen". Damit startet das Konzert gleich in den ersten Sekunden mit Temperament und betörendem Charme. Knapp 70 Musiker auf der Bühne werden die Zuhörer in eine Geschichte um Leidenschaft, Eifersucht und Tod eintauchen lassen.

 

Danach ist Gänsehaut-Feeling garantiert, denn auf dem Programm steht Rachmaninows Klavierkonzert Nummer 2. Er komponierte das Stück in den Jahren 1900/1901. Uraufgeführt wurde es am 27. Oktober 1901 in Moskau unter der Leitung von Alexander Siloti, der Komponist selbst spielte den Solopart. Gewidmet hat Rachmaninow das Werk dem russischen Neurologen Nikolai Dahl, bei dem er sich wegen seiner schweren Depressionen in Behandlung befand.

 

Das Werk stellt höchste Ansprüche an das Können des Klaviersolisten. In Straubing wird der in der Ukraine geborene Pianist Pavel Kachnov diesen Part übernehmen. Der 31-Jährige gewann bereits während seine Studiums in Kiew zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, unter anderem erste Preise bei der „11th International Piano Competition „Spanish Composers"" in Madrid, der „International Music Competition of A. Karamanov", der „International Competition of Young Talents „Syniy ptah" (beide Ukraine) und beim Klavierwettbewerb „Citta di Cantu 2016" (Italien). Des weiteren ist Kachnov Preisträger der „IX. Horowitz International Competition", der „VIII. International Piano Competition Villa de Capdepera" (Spanien), der „Prokofiev International Competition" und der „S. Taneev International Competition" (beide Russland). Pavel Kachnov gilt nicht zuletzt dank seiner zahlreichen solistischen Erfolge als einer der vielversprechendsten Nachwuchspianisten der Ukraine. Auch seine beeindruckenden Verdienste als Duopartner international renommierter Größen unterstreichen dies eindrucksvoll.

 

Den Abschluss bei Klassik an der Donau bildet die Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt" von Antonin Dvorak. Es ist das wohl populärste sinfonische Werk des Komponisten, das während eines dreijährigen Amerika-Aufenthalts entstand. Jahre voller Entdeckerlust, aber auch Heimweh. Vielleicht klingen deswegen manche Stellen der Sinfonie dann doch eher böhmisch statt amerikanisch.

 

Fest steht: Das Ambassade Orchester wird alle drei Werke sicherlich meisterhaft interpretieren. Gegründet wurde das große Ensemble der Wiener Symphoniker 1999 ursprünglich mit dem Ziel, das unterhaltende Element in der Klassik wieder hervorzuheben. Mittlerweile gelten die Musiker als die „Jungen Wilden der Wiener Symphoniker" und können auf Tourneen auf fast allen Kontinenten, CD-Aufnahmen mit international bekannten Künstlern und diverse Eigenprojekte zurückblicken. Als Höhepunkte in der Geschichte des Orchesters kann man sicherlich die CD-Aufnahmen mit Wolfgang Ambros und die Zusammenarbeit mit Jose Carreras und Andrea Bocelli nennen.

 

Dirigent Christian Schulz stammt aus einer bekannten Wiener Musikerfamilie und begann seine Laufbahn als Cellist. Später tauschte er sein Cello gegen den Dirigierstab und war Assistent der Stardirigenten Vladimir Fedosejev, Yakov Kreizberg und Franz Welser Möst. Die Liste der bereits von ihm dirigierten Orchester ist beachtlich: angefangen von der George Enescu Philharmonie Bukarest, über das Montreal Symphony Orchestra, Staatsphilharmonie Halle, Vancouver Opera Orchestra, bis hin zum Tonkünstlerorchester Niederösterreich, den San Diego Symphonikern, den Chicago Philharmonikern, den Nürnberger Symphonikern, dem Malaysian Philharmonic Orchestra und nicht zuletzt den Wiener Symphonikern.

 

Seit 2003 ist Christian Schulz Erster Gastdirigent der Staatsphilharmonie Arad in Rumänien und seit 2005 Chefdirigent des „Mozart Collegium Wien". Außerdem hält er die Stelle des Musikdirektors der Konzertreihe „Schwingungen" im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.


Seit 2010 ist er als Generalmusikdirektor des Musikprogramms im OKF Teheran bestellt. Neben seiner Tätigkeit als Dirigent widmet sich Christian Schulz seit einigen Jahren auch dem Schreiben eigener Kompositionen. Hierbei seien Uraufführungen in Japan, Rumänien, Iran und Österreich erwähnt.

 

Grundsätzlich ist es dem Veranstalter ein großes Anliegen, mit Klassik an der Donau ein breites Publikum anzusprechen. In lockerer Atmosphäre soll Freude an der Musik vermittelt werden, ganz bewusst auch denjenigen Zuhörern, die sonst nicht so häufig in klassische Konzerte gehen.


Nicht zuletzt gilt der Dank der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung allen Sponsoren, ohne deren Hilfe dieser außergewöhnliche Konzertabend nicht stattfinden könnte.


Zum entspannten Ambiente trägt erneut eine Konzerteinführung bei, die ab 19 Uhr im Foyer der Joseph-von-Fraunhoferhalle angeboten wird. Dr. Bernhard Stoffels, Musikwissenschaftler und Musiklehrer aus Straubing, wird viele wissenswerte Details zum Programm verraten.

 

Info
Karten für Klassik an der Donau am 24. Juni in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle gibt es im Leserservice des Straubinger Tagblatts, Telefon 09421/940-6700.