Romantische Klänge an einem Sommerabend

(Foto: Mathias Adam)

Artikel vom 07. Juli 2014


1.350 begeisterte Zuhörer bei Klassik an der Donau in der Straubinger Fraunhofer-Stadthalle

Von ola

 

Es stimmte wieder einmal alles an diesem Sommerabend: Die Atmosphäre war entspannt und die Musik einfach wunderbar. 1350 Besucher genossen am Samstag in Straubing ein rundum gelungenes Konzert von Mitgliedern des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und dem Dirigenten Wolfram Graul bei Klassik an der Donau. Mit einem romantischen Programm und einem Nachwuchsstar als Solisten hatte die Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung erneut ins Schwarze getroffen.

 

Es ist gute Tradition bei Klassik an der Donau, den Abend mit netten Gesprächen in ungezwungenem Ambiente ausklingen zu lassen. Nach der fulminanten Aufführung waren deshalb alle Gäste zum Umtrunk ins Stadthallen-Foyer eingeladen, und viele von ihnen blieben bis nach Mitternacht.

 

Ein paar Stunden zuvor, gegen 17 Uhr, hatte für die Musiker ihr Arbeitstag begonnen. In Fahrgemeinschaften waren sie mit ihren Privatautos nach Straubing gekommen und begrüßten sich mit großem Hallo hinter der Bühne. Unter ihnen ein Jungstar der Klassik-Szene: der gebürtige Augsburger Maximilian Hornung, mehrfacher Echo-Preisträger und hochgelobtes Cello-Talent. Bis vor kurzem war er noch festes Ensemblemitglied der BR-Symphoniker, schmiss diesen Traumjob allerdings hin, um freischaffend die internationalen Konzertpodien zu erobern. Mit seinen ehemaligen Kollegen und auch Dirigent Wolfram Graul verbindet ihn immer noch eine freundschaftliche Beziehung, das wurde bei den vielen liebevollen Umarmungen schnell deutlich. Zum Plaudern blieb den Profimusikern allerdings nicht vie Zeit. Die Instrumente wurden gleich ausgepackt, gestimmt und einzelne Passagen des Programms nochmals durchgespielt.

 

Denn bereits um 18.30 Uhr öffneten sich die Türen des Konzertsaals für ein ganz spezielles Publikum: Im Rahmen der Aktion "Klassik für Kinder" durften die jungen Musikliebhaber und ihre Eltern kostenlos bei der Generalprobe dabei sein. Dirigent Wolfram Graul liegen die Konzertbesucher von morgen besonders am Herzen, also holte er die Kinder gleich mit auf die Bühne. Sie durften es sich mitten unter den Orchestermusikern bequem machen und hautnah die Schwingungen und körperliche Macht der Musik erfahren. Ein einmaliges Erlebnis für die Kleinen, die eifrig bei der Sache waren.

 

Eine halbe Stunde später begrüßten Maximilian Hornung und Dr. Agnieszka Schneider von BR-Klassik bereits die ersten Gäste im Stadthallen-Foyer und erklärten im Dialog etliche wissenswerte Details über das bevorstehende Programm. Darüber hinaus sammelte Agnieszka Schneider unter den Klassik-Fans noch Hörerwünsche für die beliebte sonntägliche Radiosendung "Wunschmusik".

 

Dvoraks "Moldau" zählt dabei zu den Evergreens und steht häufig auf der Wunschliste der Hörer. Der Name Saint-Saens taucht dafür umso seltener auf. Mit dem Cellokonzert a-Moll hat man eine musikalische Delikatesse ins Programm aufgenommen und damit einen Volltreffer gelandet. Maximilian Hornungs frische und impulsive Interpretation darf man getrost als einen der Höhepunkte der Auftritte bei Klassik an der Donau bezeichnen. Auf der Stadthallen-Bühne spielte sich der erst 28-jährige Hornung die Seele aus dem Leib. Das Publikum war sichtlich angetan von der kraftvollen Spielweise des Cellisten und dankte ihm mit tosendem Applaus.

 

Bei Dvoraks achter Sinfonie mischte sich Hornung dezent unter die Cellogruppe und sorgte gemeinsam mit den 65 anderen Musikern für einen stimmungsvollen Ausklang des diesjährigen Festivals. Das Orchester gastierte bereits zum zweiten Mal bei Klassik an der Donau, dafür bedankte sich Prof. Dr. Martin Balle, Verleger der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, eingangs aufs Herzlichste. Sein Dank galt zudem allen Sponsoren, ohne die dieser eindrucksvolle Abend nicht möglich gewesen wäre. Man darf sich schon jetzt auf Klassik an der Donau 2015 freuen: Als Termin steht bereits der 20. Juni fest. Die musikalische Leitung liegt dann in den Händen von Leos Svarovsky aus Prag.