Werke von Wagner, Dvořák und Tschaikowsky

(Foto: Mathias Adam)

Artikel vom 08. Juli 2013


Über 1.200 Gäste erlebten am Samstag einen wunderbaren Musikabend bei Klassik an der Donau

Von su

 

Das Festival "Klassik an der Donau", organisiert vom Verlagshaus Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung, lockte dieses Jahr wieder über 1200 Musikliebhaber am sommerlichen Samstagabend in die Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Stadthalle. Der mit einem Grammy und anderen Musikpreisen ausgezeichnete Dirigent Wolfram Graul und Mitglieder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks boten mit Solist Kosuke Yoshikawa einen wundervollen Klassikabend mit Werken von Wagner, Dvořák und Tschaikowsky, der wie immer bei gutem Wein und interessanten Gesprächen ausklang.

 

Am Nachmittag beim Spiel der regionalen Fußball-Auswahl gegen die Profis des FC Augsburg habe man, jedenfalls dem Ergebnis nach, nicht punkten können, resümierte Prof. Dr. Martin Balle bei der Begrüßung gut gelaunt. Dafür könne man bei dieser Auswahl von Orchestermusikern und Werken viel erwarten. Als Gastgeber freute er sich über zahlreiche Ehrengäste mit Begleitung, darunter Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Regierungspräsident Heinz Grunwald, Landrat Alfred Reisinger, MdB Ernst Hinsken, MdL Reinhold Perlak, und der ehemalige MdL Herbert Ettengruber. Besonders dankte Balle den weiteren Sponsoren des Abends, die solch ein Musikereignis in der Region möglich machen.

 

Zur Aufführung gelangten das Vorspiel zum 1. Aufzug der Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner, das Konzert für Violine und Orchester in a-Moll, op. 53, von Antonín Dvor ák und die Sinfonie Nr. 5 in e-Moll, op. 53, von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Und, nicht angekündigt, aber als Zugabe vorbereitet: Das Adagio "Nimrod" aus den Enigma-Rätsel-Variationen von Edward Elgar. Für jedes Stück des Konzerts gab es viel Applaus.

 

Organisationstalent und ein richtiges Händchen bewiesen Dirigent Wolfram Graul und Claudia Karl-Fischer, Marketingleiterin des Verlagshauses. Die angekündigte Violinistin Veronika Eberle litt nach einem Indien-Aufenthalt an schwerem Fieber und konnte so den Abend nicht bestreiten.

 

Mit Kosuke Yoshikawa, der dieselbe Meisterklasse wie Veronika Eberle besuchte und mehrfacher Preisträger von internationalen Violinwettbewerben ist, fand man kurzfristig nicht nur einen ausgezeichneten Solisten, sondern auch einen, der sich in seinem Studium intensiv mit dem Werk von Antonin Dvor ák auseinander gesetzt hat. "Ich freue mich, dieses wundervolle Stück zu spielen", erklärte Yoshikawa bei der Probe - vor allem mit diesem Orchester, da er viele Mitglieder davon kenne und schätze.

 

Eingeleitet hatte den Abend mit fundiertem Wissen zu Komponisten und Werken Dr. Agnieszka Schneider von der Sendereihe BR-Klassik bei einer Konzerteinführung. Und die jungen Musikliebhaber durften im Vorfeld auf die Proben-Bühne. Und bei guten alten und neuen Begegnungen im Foyer klang das 6. Festival an der Donau stimmungsvoll auch mit der Frage aus: Was wird wohl nächstes Jahr geboten sein beim Festival "Klassik an der Donau"?